Hallo,
Senioren und Studenten als Wohngemeinschaft unter einem Dach – was sich auf den ersten Blick als ungewöhnliche Idee des Zusammenwohnens darstellt, existiert bereits seit mehreren Jahren sehr erfolgreich. In mehreren Städten dieser Republik gibt es dieses Angebot, aber auch in anderen Ländern.
©Sreenshot Flyer Wohnen für Hilfe KölnDie dahinter stehende IdeeWohnen für Hilfe basiert auf der Idee, Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen aus verschiedenen Generationen zusammenzuführen. Senioren, Familien, Alleinerziehende oder Menschen mit Behinderung, die einen eigenen Haushalt führen und sich Gesellschaft, Unterstützung und Sicherheit durch einen Studierenden wünschen, stellen Wohnraum zur Verfügung. Im Gegenzug unterstützt der Studierende den Wohnraumanbieter bei der Verrichtung alltäglicher Dinge.
So funktioniert esDie Unterstützungsleistungen richten sich nach den Bedürfnissen der Wohnraumanbieter. Denkbar sind zum Beispiel: Hilfen im Haushalt, Gartenarbeit, Einkaufen, Tierpflege, Spaziergänge, Gesellschaft leisten, Kinderbetreuung etc.
Pflegeleistungen jeglicher Art sind jedoch von den Unterstützungsleistungen ausgeschlossen.
Zwischen den Wohnpartnern wird ein Vertrag (Wohnraumüberlassungsvertrag) geschlossen, in dem die jeweiligen Unterstützungsleistungen vereinbart werden. Vor allem Art und Umfang der Unterstützung sowie die Höhe der Nebenkosten finden hier Berücksichtigung.
Beide Seiten profitieren innerhalb der Wohnpartnerschaft durch ein Geben und Nehmen. Die Faustregel lautet: Pro Quadratmeter überlassenen Wohnraum leisten die Studierenden eine Stunde Hilfe im Monat. Die Nebenkosten, wie Strom, Heizung und Wasser, tragen die Studierenden.
Wer kann mitmachen?Wer mitmachen kann, ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Generell wird gesagt:
Als potenzielle Vermieter:• Senioren, die Wohnraum zur Verfügung stellen können, an Kontakt zur jüngeren Generation interessiert sind und Unterstützung suchen
Als potenzielle Mieter:• Studenten und Auszubildende, die eine kostengünstige Wohnform suchen und bereit sind, einen Teil ihrer Zeit in Hilfeleistungen für ältere Menschen zu investieren. (Mindestalter von 18 Jahren muss erfüllt sein)
Bedingungen für beide Parteien:• Für Studenten: Ausfüllen eines Fragebogens mit detaillierten Angaben zur Person (u.a. Personalausweis, Studentenausweis und Lichtbild)
• Für Senioren: Hausbesuch mit Besichtigung der Wohnräume und Ausfüllen eines Fragebogens mit detaillierten Angaben zur Person
• Mit beiden Zielgruppen wird ein ausführliches Informationsgespräch geführt
Organisationen weltweitWohnen für Hilfe existiert nicht nur in Deutschland, sondern wird auch in folgenden Ländern durchgeführt: Australien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Neuseeland, Österreich, Schweiz, Spanien und den USA.
Hier der Link zur zentralen Seite in der BRD:
KlickRoland Börck