Hallo,
wer sich nicht in die Robinsonliste eingetragen hat zum Schutz vor ungewollter Werbung, oder seinen Briefkasten beklebt mit einem Antiwerbebutton, der erhält Werbung in der altbekannten Form von Flyern, Foldern, Prospekten und persönlichen Briefen – trotz steigender Online-Werbung.
©MikaAbey/pixelio.deSocial Media, AdWord-Kampagnen, Mobile Marketing – es gibt unzählige neue Medien, die Unternehmen einsetzen, um ihre Zielpersonen auf sich und ihre Angebote aufmerksam zu machen. Aus gutem Grund: Es sind jene Plattformen, auf denen sich die Menschen heute aufhalten. Sie verbringen immer mehr Zeit auf sozialen Netzwerken, wenden sich vor einem Kauf hilfesuchend an Google und haben ihr Mobile ständig und überall dabei. Warum nur, fragt sich der Laie, werben dann E-Business-Unternehmen wie zum Beispiel Google mit Mailings für ihre Online-Marketing-Angebote?
Das sind mögliche Gründe:• Weil es die Empfänger überrascht, über diesen Kanal von E-Business-Unternehmen angesprochen zu werden
• Weil das Mailing für Glaubwürdigkeit steht, die der Empfänger schwarz (oder bunt) auf weiß in den Händen hält
• Weil physische Mailings durch die haptische Erfahrung nachhaltiger wirken
• Weil die Chance, dass die Botschaft aufbewahrt wird, bei physischen Mailings größer ist
• Weil Mailings aufwendiger zu produzieren sind und folglich von großem Interesse des Anbieters zeugen
• Weil der Erfolg bei physischen Mailings in der Regel größer ist
Mailings sind beliebter als gedachtVor Jahren war das elektronische Briefsymbol in der Inbox Anlass zur Freude, heute ist es der physische Brief. Viele Menschen erachten den Gang zum Briefkasten, das Sichten und Öffnen der Post als erfreuliche und anregende Beschäftigung. Briefpost kann man in Ruhe am Tisch bei einer Tasse Kaffee lesen. Eine Situation, in der man empfänglicher ist für Werbebotschaften als auf Plattformen, wo Kontaktpflege und Selbstdarstellung im Vordergrund stehen. Gemäß der Studie „Online-/Offline-Kommunikation“ des Siegfried-Vögele-Instituts (SVI) rechnen es die Empfänger den Absendern hoch an, dass sie sich mit Druck, Kuvert und Postversand ordentlich Mühe gegeben haben und danken es mit ihrer Aufmerksamkeit.
Wirkungsstudie belegt hohe Bedeutung des MailingsDiese positive Einstellung der Konsumenten gegenüber Mailings bestätigt auch eine Wirkungsstudie der Schweizer Post aus dem Jahr 2011. So beurteilten 68 Prozent der befragten Privatpersonen ein Unternehmen als seriös, von dem sie physische Werbesendungen erhielten – im Gegensatz zu 27 Prozent bei E-Mail-Werbung. Weiter gaben 58 Prozent an, postalisch versandte Werbesendungen häufiger zu öffnen als elektronische. Nur bei 9 Prozent der Privatpersonen war das Gegenteil der Fall.
Vielseitig einsetzbarDas Mailing ist also ein erstklassiges Medium, um Wertschätzung auszudrücken und das Image zu stärken. Und natürlich auch, um neue Kunden zu gewinnen, die Beziehung zu bestehenden zu stärken, neue Produkte bekannt zumachen, Kunden zu befragen und schließlich, um den Absatz anzukurbeln. Die Liste möglicher Einsatzgebiete ließe sich beliebig fortsetzen, denn praktisch jede Art von Botschaft lässt sich mit Mailings wirkungsstark und hirngerecht in Szene setzen. Und so setzen kleine Unternehmen mit geringen Budgets genauso auf diese effiziente Werbeform wie Großunternehmen wie zum Beispiel Google.
Die Kombination mit dem Online-AuftrittBei aller Wertschätzung für ein Mailing darf aber nicht der Unternehmensauftritt im Netz mit geringerer Aufmerksamkeit versehen werden. Denn sollte ein Leser durch ein Mailing Interesse an den Produkten oder Dienstleistungen zeigen, sich dennoch näher über den Anbieter informieren möchte, dann muss der Webauftritt die gleiche Qualität aufzeigen, um authentisch zu wirken.
Roland Börck